Dominik Hecht und Leo Kuchmetzki nehmen bei der JDC Q-School in Eindhoven teil

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Unsere Jugendspieler Dominik und Leo haben ein erfahrungswertes Wochenende hinter sich.

Am Freitag machten sie sich zusammen mit Trainer Andreas Hecht und Jugendkoordinator David Vagt auf den Weg nach Eindhoven zur JDC Q-School, einem erstmalig auf dem europäischen Festland ausgetragenen internationalen Turnier dieser Art.

Unterwegs traf man sich mit Andreas Rollwage, JDC Director Germany und Trainer Trainer bei Hannover 96 Darts, sowie den beiden 96 Jugendspielern Lukas Arend und Noel Albes um in das gemeinsam gemietete Ferienhaus zu fahren.

Dort angekommen wurde erst mal das Haus erkundet und die mobile Dartanlage für die ersten Trainingseinheiten aufgebaut, bevor Andreas Rollwage zum Abendessen alle Spaghetti Napoli bekochte und man den Abend gemütlich ausklingen lies.

Am nächsten Morgen ging es nach frischem Kaffee, knusprigen Brötchen und weichgekochten Eiern zur 20 Minuten entfernten Spielstätte.

Zu Beginn wurde vor Ort durch Darren Barson, JDC Director UK, über den Turnierablauf informiert.
An beiden Turniertagen wurden jeweils 2 Turniere gespielt, wobei sich die einzelnen Turniersieger direkt eine Tour Card für die JDC Advanced Tour sicherten, bei der es dann um 10.000 GBP Preisgeld geht.
4 weitere Tour Cards gab es noch für die 4 Besten aus der Order of Merit des Wochenendes.
Insgesamt traten 17 Spieler aus 7 Nationen (6x Deutschland, 5x Niederlande, 2x Belgien, 1x Curacao, 1x England, 1x Schottland, 1x Slowakei) an die Oches.

Leo hatte im ersten Turnier mit dem späteren Turniersieger Rune van Damme einen ziemlichen Brocken zugelost bekommen, dem er mit einem ordentlichen Spiel zwar Gegenwehr zeigte, aber spätestens in den letzten beiden Legs einem Avg. von 83,5 und jeweils 18 Darts des Belgiers Nichts entgegen setzen konnte. Somit schied er bereits in der ersten Runde mit einer 1:4 Niederlage aus. Leo erzielte in diesem Spiel eine 180.

Dominik hatte mit dem Niederländer Thomas Ruiter einen leichteren Gegner zugelost bekommen, gegen den ein Einzug ins Viertelfinale deutlich machbar gewesen wäre. Jedoch konnte er seine Checkdarts nicht nutzen und verlor sein Spiel ebenfalls mit 1:4.

Im zweiten Tagesturnier hatte Leo mit dem Niederländer Wassim Dghoughi einen Gegner auf Augenhöhe zugelost bekommen, für den es aber mindestens Leo's B+ Game gebraucht hätte, um in die nächste Runde einzuziehen.
Als sein Gegner bereits im ersten Leg mit sich und seinen Darts harderte und anfing sein Wurfgerät zu wechseln, hatte man von aussen den Eindruck, dass Leo bereits einen mentalen Vorteil hat und das Spiel nach Hause holen wird.
Als Leo seine Checkdarts nicht nutzen konnte und sein Gegner überraschend das erste Leg holte, gewann dieser wieder an Oberwasser und sicherte sich einen 4:1 Sieg und zog selbst in die nächste Runde ein.

Dominik hatte diesmal mit dem Niederländer und Turniersieger des 4. Turnieres, Damon Brouwers, ein schwereres Los als noch im ersten Turnier, wofür er sein A-Game hätte abrufen müssen. Auch er verlor sein Spiel wieder mit 1:4.

Mit diesen Ergebnissen schlossen beide den ersten Turniertag ab und sicherten sich mit insgesamt zwei geholten Legs 1002 Punkte für die Order of Merit.

Als man am späten Nachmittag wieder in der Unterkunft ankam, verbrachte man den restlichen Tag mit Darts, Airhockey und einem amüsanten Zusammensein. Abends gab's dann eine leckere Sandwichparty.

Am letzten Morgen stärkte man sich wieder mit leckerem Frühstück, bevor man das Gepäck in die Autos packte und das Haus wieder an die Vermieterin übergab.

Kurz nach Ankunft an der Spielstätte wurden die ersten Spielpaarungen des Q3 bekannt gegeben. Eine Paarung hatte es gleich in sich und man hätte so früh im Turnierverlauf gerne darauf verzichten können.

Dominik traf im ersten Match auf Noel Albes von Hannover 96. Noel konnte in seiner jungen Karriere bereits einige Erfolge wie den Niedersachsenmeister 2021 u. 2022 erzielen und war bereits 2x Teilnehmer an der JDC WM in Gibraltar, wo er in der Team-WM den 5 Platz erreichte. Für ihn ging es zu diesem Zeitpunkt auch noch um wichtige Punkte in der Order of Merit und die berechtigte Hoffnung um die Qualifikation zur Advanced Tour.

Dominik wollte sich allerdings nicht nochmal die Blöße geben und wieder in der ersten Runde ausscheiden, jedoch musste dafür sein A-Game her! Und das konnte er diesmal abliefern bzw. auch seine Checkdarts eiskalt verwerten.

In einem starken Spiel von beiden und einem spannenden Verlauf lag Dominik mit 2:1 hinten, nachdem er sich das erste Leg noch sichern konnte. Jedoch kam er im 4. Leg mit einem Avg. von 75,15 stark zurück und lies auch in den folgenden beiden Legs Nichts mehr anbrennen und zog mit einem 4:2 Sieg in das Viertelfinale ein.

Leo bekam es in seinem ersten Spiel des Tages mit dem späteren Finalisten Thijs Kool zu tun. Auch wieder ein starker Gegner, dem Leo die Stirn bot, knapp dran war und an einem besseren Tag mit Sicherheit auch schlagen würde. Doch auch diesmal musste er zum 3. Mal ein Spiel mit 1:4 abgeben.

Nachdem beide Spieler ihre ersten Matches hinter sich hatten, ereignete sich ein unangehmer Zwischenfall. Bei einer der laufenden Partien erlitt ein Schreiber einen Kreislaufkollaps und musste vor Ort behandelt werden, sodass das Turnier kurzfristig unterbrochen wurde.

Andreas Hecht reagierte umgehend und schickte die vier mitgereisten Jungs aus dem Spielraum in den Bereich der Practis-Boards, damit sie sich dort anderweitig beschäftigen und sich vom Vorfall nicht beeinflussen lassen.

Im folgenden Viertelfinale traf Dominik auf Jake Jerusun aus Curacao. Eigentlich eine machbare Sache, was der Spielverlauf mindestens auf Augenhöhe zeigte. Leider konnte Dominik nicht mehr an die Leistung und Kaltschnäutzigkeit auf die Doppel aus dem Vorspiel anknüpfen, so dass er u.a. Legs mit 8 und 4 Rest abgab. Am Ende waren das die Legs, die ihm eine 2:4 Niederlage bescherten und ihm den (Pflicht)Einzug ins Halbfinale vermiesten.

Da die Turniersieger des ersten Tages in den Folgeturnieren nicht mehr teilnehmen durften, traten in Q3 nur noch 15 Spieler an die Boards. Hierdurch ergab sich leider der Nachteil, dass es bei volles Achtelfinalfeld gab und für erfolge in dieser Runde keine Punkte für die Rangliste erzielt werden konnten. Somit konnte Dominik zwar stolz auf seinen Sieg gegen Noel sein, auf die möglichen 2004 Punkte dafür musste er leider verzichten und konnte lediglich die 1002 Punkte für die beiden gewonnenen Legs im Viertelfinale sammeln.
Auch Leo konnte mit seinem gewonnenem Leg im Achtelfinale keine Punkte erzielen.

Das Q4 blieb leider für beide Spieler ebenfalls punktefrei.

Leo stand zwar durch ein Freilos direkt im Viertelfinale, in dem er in der Rangliste noch ein paar Punkte gut machen konnte, musste sich aber gegen den starken Schotten Robert Sutherland mit 0:4 geschlagen geben, wobei Leo in 2 Legs durchaus die Checkdarts auf der Hand hatte.

Dominik musste sich wieder ab dem Achtelfinale beweisen, in dem er auf den Vortagesgegner von Leo, Wassim Dghoughi, traf.
Aus dem Spiel gegen Leo wusste man bereits, dass es sich hier um einem machbaren Gegner handelt und ein Einzug ins Viertelfinale Pflicht sein musste. Im Großen und Ganzen war es auch ein Spiel auf Augenhöhe, aber auch diesmal konnte Dominik zwei wichtige Legs mit 4 und 10 Rest nicht für sich entscheiden und schied mit einer 2:4 Niederlage aus.

Am Ende schlossen Dominik mit 2004 Punkten und Leo mit 1002 Punkten auf Platz 15 und 16 ab.

Wie es für die Ersewölfe schon fast Tradition ist, schloss man das Turnierwochenende mit einem Zwischenhalt bei der "goldenen Möwe" ab, bevor man den Heimweg antrat.

Wir gratulieren dem mitgereisten Lukas Arend zur Qualfikation über die Order of Merit und wünschen ihm, sowie allen Teilnehmern viel Erfolg für die anstehende Advanced Tour.

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